Stadt Sonthofen
Klimaschutzpolitik im Oberallgäu

Klimaschutz nach Masterplan


erfolgreicher Klimaschutz gemeinsam mit BürgerInnen, Kommunen und Unternehmen


Der Landkreis Oberallgäu verfolgt bereits seit vielen Jahren ehrgeizige energiepolitische Ziele. Durch viele Aktiviäten und Maßnahmen wurde eine gute Basis gelegt, realistische Klimaschutzstrategien zur deutlichen CO2-Emissionsminderung zu entwickeln. Ein ganz entscheidender Schritt in diesem Zusammenhang war die Teilnahme am Förderprojekt Masterplan 100% Klimaschutz im Oberallgäu (Projektlaufzeit 2016-2020).
Im Jahr 2016 wurde das Oberallgäu als eine von 22 Kommunen und Landkreisen bundesweit zur Teilnahme am Klimaschutz-Modellvorhaben „Masterplan 100% Klimaschutz“ ausgewählt. Die Masterplankommunen nehmen eine Vorreiterrolle im kommunalen Klimaschutz ein und setzten sich 2016 das ehrgeizige Ziel, bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 95 % zu senken (im Vergleich zu 1990) und den Energieverbrauch zu halbieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein umfangreiches Konzept erstellt - der Masterplan 100 % Klimaschutz. Hier wurden konkrete Klimaschutzmaßnahmen vor dem Hintergrund der spezifischen lokalen Potenziale und Herausforderungen formuliert. Eine wichtige Rolle bei der Erstellung spielten der zivilgesellschaftliche Prozess zur Bewusstseinsbildung von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Einbindung von lokalen Unternehmen und weiteren kommunalen Schlüsselakteuren.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist das im Masterplan definierte Ziel, bis 2050 95 % der Treibhausgasemissionen zu reduzieren, allerdings nicht mehr ausreichend. Aktuell wird der Masterplan daher an die Ziele des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 °C zu begrenzen, angepasst.





Titelseite Masterplan Klimaschutz
Titelseite Masterplan Klimaschutz
Titelseite Masterplan Klimaschutz
Die Entwicklung und Umsetzung des Masterplans 100% Klimaschutz wurde vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Die Meilensteine der Klimaschutzpolitik im Landkreis Oberallgäu:


Am 03. Juni 2008 fand im Landratsamt in Sonthofen erstmals die Oberallgäuer Klimaschutzkonferenz statt und wurde in den Folgejahren regelmaßig durchgeführt. Das Klimaschutz-Gremium traf sich anschließend im April 2010, im April 2012, im April 2013 und im Dezember 2014. Aus der Konferenz im April 2010 ging als Ergebnis der Kreistagsbeschluss zur Erstellung des Handlungsplans Klimaschutz hervor. Der erste landkreisweite Stromsparwettbewerb in den Jahren 2015/2016 war ebenfalls ein Ergebnis der ersten Oberallgäuer Klimaschutzkonferenz.
Ein ehrgeiziges Ziel hatte im Jahr 2011 der damalige Landrat Gebhard Kaiser ausgegeben: Bis 2022 sollten 70% des im Landkreis verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen innerhalb der Kreisgrenzen erzeugt werden. Dieses Ziel wurde dann auch vom Kreistag beschlossen und stellte die Basis für viele darauf folgende Entscheidungen der Gremien dar, um Klimaschutzprojekte im Landkreis voranzubringen. Auch Landrat Klotz fühlt sich diesen Vorgaben verpflichtet und bekräftigt grundsätzlich das Ziel.
Allerdings ist es unter den gegenwärtigen landespolitischen Rahmenbedingungen nicht einzuhalten. Aufgrund der von Ministerpräsident Horst Seehofer durchgesetzten H10-Regel (10-facher Abstand der Windradhöhe zur umliegenden Wohnbebauung) wurden nahezu alle im Landkreis möglichen Projekte auf Eis gelegt. 2015 wurden zwei neue interkommunale Windenergieanlagen (die ersten im Allgäu) in Betrieb genommen werden. Allerdings wurden dafür zwei alte Anlagen entfernt.
Die Erarbeitung des Handlungsplans Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu wird begleitet durch den im Herbst 2011 gegründeten Beirat für Energie und Klimaschutz Oberallgäu. Der Beirat setzt sich aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen und politischen Akteuren zusammen und begleitet fachlich die Umsetzung der Energiewende im Landkreis. Er gibt nach Abwägung möglicher Handlungsvarianten, die im Handlungsplan Klimaschutz gemeinsam mit eza! ermittelt werden, notwendige Empfehlungen und soll so die notwendige Transparenz für die Akzeptanz von Entscheidungen in der Energiewende bei der Bevölkerung herstellen.

Mitglieder des Beirats für Energie- und Klimaschutz (47 KB)
Den Handlungsplan Klimaschutz hat der Landkreis zusammen mit dem Energie- und Umweltzentrum eza! im Jahr 2012 erarbeitet, 2013 wurde er vom Kreisausschuss beschlossen. Dabei wurden Leitziele und zwölf Leitprojekte festgelegt - basierend auf einer Ist-Analyse, einer Potentialstudie für Einsparungen und erneuerbare Energienutzung sowie einer Energiebilanz.

Wichtigstes Leitprojekt ist die kommunale Energieallianz mit den kreisangehörigen Kommunen. Hier gibt der Kreis Anreize für Kommunen, die Klimaschutzmaßnahmen umsetzen wie z.B. den Aufbau einer Verbrauchserfassung in kommunalen Liegenschaften, die Benennung eines Energieverantwortlichen in der Gemeindeverwaltung und das Angebot einer Energieberatung für die Bürger der Gemeinde.
Ein Weiteres Leitprojekt ist die Information und Motivation zur Gebäudesanierung, wofür der Kreis ein Förderprogramm zur Baubegleitung aufgelegt hat.

Bürger / Förderprogramme

Innovativ - und in dieser Form einmalig - war, dass der Landkreis in diesem Zusammenhang die administrative Abwicklung mit dem Fördergeber (dem Projektträger Jülich) für 13 weitere individuelle Klimaschutzkonzepte von kreisangehörigen Städten und Gemeinden übernommen hat.
Die Erarbeitung des Handlungsplans Klimaschutz wurde mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.
Hier finden Sie den Handlungsplan jeweils in einer Kurzversion und einer Vollversion.

Handlungsplan Klimaschutz Kurzversion (1 MB)
Handlungsplan Klimaschutz Vollversion (9.6 MB)
Im Rahmen des Handlungsplans Klimaschutz hat der Kreistag beschlossen, am European Energy Award teilzunehmen. Dabei werden Energiedaten erfasst und der Stand der Umsetzung verschiedener Maßnahmen festgehalten. Auf diese Weise kann der Erfolg beim Klimaschutz tatsächlich gemessen und sichtbar gemacht werden. Seit dem Auftakt im Juni 2014 wurden bereits einige Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Hausmeisterschulung und Schulungen für Entscheidungsträger für Energieallianzkommunen, eine erfolgreiche Bewerbung als staatlich anerkannte Öko-Modellregion und die Gründung einer Verkehrsverbundgesellschaft MONA GmbH zur Verbesserung des ÖPNV im Landkreis sowie des Mobilitätsmarketings.
Der Landkreis Oberallgäu wurde als erster Landkreis in Bayern mit dem European Energy Award ausgezeichnet.
Hier gibt es detaillierte Informationen im eea-Bericht.

eea-Bericht (1.3 MB)
Die langjährigen und umfangreichen Klimaschutzbemühungen im Oberallgäu haben dazu geführt, dass der Landkreis Oberallgäu 2016 vom Bundesumweltministerium als eine von 22 Kommunen und Landkreisen bundesweit zur Teilnahme am Klimaschutz-Modellvorhaben „Masterplan 100% Klimaschutz“ ausgewählt wurde.

Masterplan 100% Klimaschutz
Masterplan 100% Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu zum Download
Projekttitel:Masterplan 100% Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu
Projektlaufzeit:01.07.2016 – 30.06.2020
Projektphase 1:Erstellung Masterplan und Verabschiedung durch Kreistag: 01.10.2016 bis zum 10.10.2017
Projektphase 2:Umsetzung Maßnahmenkatalog aus Masterplan: Oktober 2017 bis Projektende
Förderer:Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Förder­programm:Nationale Klimaschutzintiative: klimaschutz.de/ foerderung/ masterplan-100-klimaschutz
Projektträger:Projektträger Jülich (PTJ): ptj.de/ klimaschutzinitiative-kommunen/ masterplan
Finanzierung:BMUB: 80% der förderfähigen Ausgaben, Landkreis Oberallgäu: 20% der förderfähigen Ausgaben
Förder­kennzeichen:03KP0005
Auftraggeber:Landkreis Oberallgäu (Beschluss des Kreistages vom 17.07.2015)
Ausführende Stelle:Landkreis Oberallgäu, Sachgebiet: Wirtschaftsförderung
Projektleitung:Simon Steuer
Projektziel:Über bereits beschlossene Ziele hinaus die Reduktion des Energieverbrauchs um 50% und eine Reduktion der CO2-Emissionen um 95% bis 2050 zu erreichen. (Bisher beschlossene Ziele: Bis 2022 sollen 70% des Energieverbrauchs durch Erneuerbare Energiequellen in der Region erzeugt werden.)
Tandempartner:Landkreis Marburg-Biedenkopf
Masterplan­kommunen 2016:Potsdam, Stuttgart, Kiel, Mainz, Kaiserlautern, Emden, Greifswald, Münster, Magdeburg, Stadt Beckum, Stadt Rietberg, Zweckverband Großraum Braunschweig, Verbandsgemeinde Birkenfeld, Verbandsgemeindeverwaltung Sprendlingen-Gensingen, Kreis Lippe, Landkreis Cochem-Zell, Landkreis Gießen, Landkreis Hameln-Pyrmont, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Landkreis Oberallgäu, Gemeinde Handewitt, Flecken Steyerberg
Masterplan­kommunen 2012:Bensheim, Gemeinde Burbach, Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, Stadt Flensburg, Stadt Frankfurt am Main, Stadt Göttingen, Region und Stadt Hannover, Stadt Heidelberg, Stadt Herten, Stadt Kempten (Allgäu), LK Marburg-Biedenkopf, Gemeinde Nalbach, Stadt Neumarkt i.d. Oberpfalz, LK Osnabrück, Stadt Osnabrück, Stadt Rheine, Hansestadt Rostock, Stadt Sankt Ingbert, Kreis Steinfurt
Nach einjähriger Erarbeitungszeit wurde der Masterplan für 100% Klimaschutz im Oberallgäu vom Kreistag am 14.7.2017 beschlossen.

Beteiligung der Öffentlichkeit
In den Masterplan eingeflossen sind mehrere Kommunalforen mit kommunalen Entscheidungsträgern, die Ergebnisse verschiedener Arbeistrunden während der öffentlichen Bürgerenergiewerkstatt und die Beiträge von Teilnehmern der Jugendenergiewerkstatt im Jugendhaus Sonthofen. Darüber hinaus wurden mit etwa 50 ausgewählten Personen Experteninterviews zu den vielen Themenbereichen geführt. Der Masterplan 100% Klimaschutz für das Oberallgäu wurde somit mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt.

Die Klimaschutzziele
Die Berechnungen, ob die Ziele bis 2050 erreichbar sind, wurden vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu durchgeführt. Die Ziele lauten im Detail, dass 50 Prozent des Energieverbrauchs im Vergleich zum Basisjahr 1990 eingespart werden sollen. Durch diese Einsparung und durch die Nutzung Erneuerbarer Energien sollen 95 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Verbleibende CO2-Emissionen lassen sich u.a. deshalb nicht vermeiden, da auch die Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in der Herstellung aufwändig sind, oder weil Prozesswärme im Gewerbe und der Industrie sich teils nicht ersetzen lässt, oder in der Mobilität wird auch bis 2050 noch fossiler Treibstoff eingesetzt werden.

Die CO2-Bilanz oder die Messung der Ziele
Es wurde nach dem deutschlandweit gültigen BISKO-Standard bilanziert, so sind die Werte mit anderen Kommunen vergleichbar. Es wird dabei nach dem Territorialprinzip bilanziert, das bedeutet, dass nur CO2-Emissionen erfasst werden, die auf dem Gebiet des Landkreises erzeugt werden. Damit können Kompensationsmaßnahmen in anderen Ländern nicht berücksichtigt werden. Auch nicht berücksichtigt werden Emissionen, die durch den Konsum von Produkten entstehen, die in anderen Ländern hergestellt werden. Umgekehrt werden aber die Emissionen von Produkten erfasst, die im Allgäu produziert und anderswo konsumiert werden (z.B. Käse). Das zumindest sorgt für einen gewissen Ausgleich. 
Eine ganze Reihe von Dingen werden einfach deswegen grundsätzlich nicht hinsichtlich ihrer CO2-Emissionen berücksichtigt, weil die Berechnung der Emissionen schwierig, umstritten oder nicht wiederholbar ist. Ganz entscheidend ist nämlich, dass dieselben Daten wie heute in einigen Jahren wieder verfügbar sind. Nur so kann bewertet werden, ob wir uns den Zielen nähern. 

Alle Annahmen, Berechnungen und Ergebnisse, sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen finden sie im Bericht zum Masterplan. Diesen Bericht können Sie sich unter dem folgenden Link klimaschonend herunterladen. Auf Anfrage sind auch gedruckte Exemplare beim Landkreis erhältlich.

Masterplan 100% Klimaschutz
Masterplan 100% Klimaschutz im Landkreis Oberallgäu zum Download
Die Allgäu GmbH hat gemeinsam mit eza! eine Energiebilanz basierend auf den Jahren 2011 bis 2016 für das gesamte bayerische Allgäu mit den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu sowie den Städten Kaufbeuren, Kempten und Memmingen erstellt. Die Energiebilanz zeigt nun auf, wo die Potenziale der erneuerbaren Energien liegen. Ausgehend vom Basisjahr 2011 ist eine CO² Reduktion von 95 Prozent realistisch. So soll der Strom bis 2050 zu 100 Prozent, die Energie für Wärme und Verkehr zu 95 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Im Allgäu wird bereits heute Strom zu 52 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen, die Wärmerzeugung aus nicht-fossilen Energieträgern liegt bei gut 20 Prozent. Wie Anton Klotz, Landrat Oberallgäu und Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH betonte, wolle das Allgäu Vorreiter im Klimaschutz sein.

Energiezukunft Allgäu: Die Energiebilanz Allgäu

Bereits seit 2011 arbeitet das Allgäu über das Projekt Energiezukunft an der Umsetzung der Energiewende. Die Steuerungsgruppe Energiezukunft Allgäu begleitet laufende Projekte und reagiert auf neue Herausforderungen. Die Kampagne für Energieeffizienz in Unternehmen sorgte mit Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Beratungskampagnen und Hotline für Impulse und Einsparungen. Der Wettbewerb Energiezukunft Allgäu wurde bereits zweimal durchgeführt und honorierte das Engagement von Initiativen und Unternehmen. Die Energiebilanz Allgäu der vergangenen Jahre liefert verlässliche Zahlen für Prognosen. „Die Datenerhebung von 2011 bis 2016 zeigt, dass es dem Allgäu gelungen ist, den Anteil an erneuerbarer Energien zu erhöhen. Im Bereich Strom liegt er im Jahr 2017 bei rund 52 Prozent, im Bereich Wärmebereitstellung liegt das Allgäu bei gut 20 Prozent“, berichtet Martin Sambale, Geschäftsführer von eza! „Damit liegen wir weit über dem Bundesdurchschnitt, wo die Anteile bei 36 und 13 Prozent liegen“, zitiert Sambale die Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Gemeinsame Ziele für ein CO²neutrales Allgäu
In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats der Allgäu GmbH wurde nun ein Leitbild beschlossen. Es dokumentiert die gemeinsame Verantwortung des Allgäus für die Energiewende und den weltweiten Klimaschutz. Auch werden die Chancen einer progressiven Entwicklung des Allgäus als Vorreiter bei Klimaschutz und Energiewende gesehen. Neben der fast vollständigen Einsparung von CO² im Jahr 2050 wird auch die Wertschöpfung in der Region gehalten: Im Jahr 2011 wurden 1,7 Milliarden Euro für fossile Energien ausgegeben, im Jahr 2050 sollen es nur noch 450 Millionen Euro sein.

Leitbild für das Allgäu im Wortlaut
Eine intakte Natur und Grundlagen für ein gesundes Leben – das Allgäu will seine Werte erhalten und engagiert sich deshalb auch für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Mit diesem Leitbild soll dokumentiert werden, dass die Region gemeinsam an diesem Ziel arbeitet. Die Landkreise Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen unterstützen das Leitbild und leisten ihren Beitrag zur Umsetzung
Das Allgäu will Vorreiter im Klimaschutz sein und arbeitet deshalb auch engagiert mit um das Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben zu erfüllen. Das Allgäu strebt, ausgehend von der CO2-Bilanz 2011 bis 2050 eine Reduktion der CO2-Emissionen um 95% an.
Um diese Ziele zu erreichen müssen erneuerbare Energien ausgebaut und die Energieeffizienz gesteigert werden. Das Allgäu ist sich dessen bewusst und plant bis 2050 im Bereich des Stroms einen Ausbau auf 100% des Verbrauchs. Für Wärme und Verkehr ist ein Ausbau auf einen Anteil an erneuerbaren Energien von rund 95% geplant. Dabei sollen auch stets die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit gewährleistet bleiben.
Die Fortschritte bei der Zielerreichung sollen regelmäßig mit einer gemeinsamen Energiebilanz überprüft werden. Mit gemeinsamen Projekten wollen die Landkreise und Städte und die Allgäu GmbH den Prozess dauerhaft unterstützen.

Quelle: Allgäu GmbH 2019, Pressemitteilung vom 8.4.2019
 

Pressemitteilung der Allgäu GmbH und CO2-Bilanz
Das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 macht die Region zum Vorreiter beim Thema Klimaschutz und setzt ein starkes Zeichen.
Die teilnehmenden Unternehmen, Kommunen und Institutionen verpflichten sich, freiwillig bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden.
Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Reduktion der eigenen CO2-Emissionen durch mehr Energieeffizienz und den stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien vor Ort.
Unvermeidbare Restemissionen werden durch die Förderung hochwertiger Projekte zur CO2-Einsparung in der Region, aber auch im Ausland kompensiert. Die internationalen Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sind zertifiziert und erfüllen höchste Standards.

Die Landkreisverwaltung ist seit 2020 mit der Liegenschaft "Landratsamt Sonthofen" Mitglied im Bündnis Klimaneutrales Allgäu.

 

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