Schmitt
Solar-Offensive im Oberallgäu und Kempten

Nutze die Sonnenkraft vom eigenen Dach


Strom selbst erzeugen und nutzen


Die Solar-Offensive ist eine Kampagne des Landkreises Oberallgäu und der Stadt Kempten in Kooperation mit regionalen Energieversorgern, Anlagenerrichtern und Stromspeicherherstellern. Ziel ist es, den Anteil an Solaranlagen mit Stromspeicher in Stadt und Landkreis zu erhöhen - auf den Dächern privater Haushalte genauso wie auf gewerblichen Gebäuden.

In den kommenden Jahrzehnten soll in etwa die vierfache Menge an Solarstrom im Oberallgäu erzeugt werden, die es heute gibt. Den Strom benötigen wir, da noch immer ein erheblicher Anteil Kohlestrom ins Allgäu fließt. Dieser muss zukünftig ersetzt werden, um die Klimaziele des Landkreises aber auch der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Solarenergie ist  hierbei ein entscheidender Teil der Lösung.

Eine optimale Informations- und Planungsgrundlage bietet Ihnen das Solarkataster Oberallgäu.

Ein unverbindlicher und unabhängiger Einstieg ins Thema "Solarenergie" ist durch ein Gespräch mit einem unserer zahlreichen Solarbotschafter möglich.

Eine unabhängige, umfassende und kostengünstige vor-Ort-Beratung bietet das Energie-und Umweltzentrum Allgäu (eza!) in Kooperation mit der Verbraucherzentrale mit dem "Eignungs-Check-Solar".
Simon Steuer
Montage einer PV-Anlage auf einem Reihenhaus in Bad Hindelang
Montage einer PV-Anlage auf einem Reihenhaus in Bad Hindelang
© Simon Steuer
Montage einer PV-Anlage auf einem Reihenhaus in Bad Hindelang


Am 20. Juli 2021 um 18:30 Uhr findet im Rahmen der Solar-Offensive der Expertenvortag „Solarstrom und Batteriespeicher - Klimaschutz der sich rechnet“ statt. Kostenlos und online über die Plattform Zoom.
Themen sind unter anderem Eigenverbrauchsanlagen, Batteriespeichersysteme, Power to Heat-Systeme, Elektromobilität und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Es besteht die Möglichkeit, sich im Chat mit Experten des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!) auszutauschen und Fragen zu stellen.
Bitte melden Sie sich bis zum 17. Juli 2021 an unter veranstaltung@eza-allgaeu.de
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Seit 2019: Förderprogramm des Bayerischen Wirtschafts- und Energieministeriums für Heimspeicher!

Das Programm ist Teil des bekannten 10.000-Häuser-Programms. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können einen Antrag auf Förderung eines neuen Stromspeichers in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage stellen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für einen Zuschuss für die Installation einer privaten Ladestation für Elektrofahrzeuge.
Die Förderhöhe ist nach der Kapazität des Batteriespeichers gestaffelt und reicht von 500 Euro für einen Drei-Kilowattstunden-Speicher bis zur 3.200 Euro für einen 30-Kilowattstunden-Speicher. Voraussetzung ist aber, dass der Antragsteller gleichzeitig eine neue Photovoltaikanlage installiert, deren Leistung in Kilowatt-Peak mindestens dem Wert der Kapazität des Batteriespeichers entspricht. Für eine zusätzliche Ladestation für Elektrofahrzeuge beträgt der Zuschuss 200 Euro.
Weitere Informationen und die Antragsplattform finden Sie hier.

Drei von vielen guten Gründen für Sonnenenergie:

eza_solarzellen
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Strom selber machen

Eigene Äpfel aus dem Garten, eigener Strom vom Dach – die Kraft der Sonne macht unabhängig in vielen Bereichen. Ernten Sie, was Ihr Hausdach hergibt.
steuer_sonnenuntergang_obermaiselstein
steuer_sonnenuntergang_obermaiselstein
Kapital in Sonne anlegen

Ihre Photovoltaik­anlage erwirtschaftet umweltfreundlich Gewinne und sichert eine enkeltaugliche Zukunft. Je nach Stromverbrauch, sind die Renditen höher als am Aktienmarkt.
Solardach mit Windrädern
Solardach mit Windrädern
Unabhängig werden

Mit einer eigenen Solaranlage, idealerweise verbunden mit einer Speicherbatterie, erhöhen Sie Ihre Unabhängigkeit vom Strommarkt und sind von steigenden Strompreisen kaum noch betroffen.

Die Solarbotschafter der Solar-Offensive


Unsere Botschafter in Sachen "selbst gemachter" Strom


Die Solarbotschafterinnen und Solarbotschafter im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten sind Bürgerinnen und Bürger, die bereits eigene Anlagen installiert und so schon über Jahre Erfahrungen mit Photovoltaik (PV), Solarthermie und/oder Stromspeichern gesammelt haben. Sie informieren unabhängig, kostenlos und ehrenamtlich interessierte Mitbürger/innen in Sachen Solarenergie.


Alle BotschafterInnen mit Möglichkeit zur Kontaktaufnahme sowie alle Infos, wie Sie selbst Solar-Botschafter werden können, finden Sie hier:


zu den SolarbotschafterInnen

Gut informiert zur eigenen PV-Anlage


Hilfreiche Infos und Links (extern)

Die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage ist mit Sicherheit gut angelegtes Geld - vorausgesetzt man hat sich vorab gründlich informiert.
An dieser Stelle haben wir einige sehr hilfreiche und informative (externe) Links für Sie zusammen gestellt.
(Hinweis: für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität externer Links übernimmt der Landkreis Oberallgäu keine Gewähr). 

KEA, die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, hat das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Dieses Netzwerk stellt sehr übersichtliche und kompakte Informationsblätter rund um die verschiedensten PV-Themen zur Verfügung:
Informationsmaterialien und Faktenblätter PV-Netzwerk Baden-Württemberg

Sehr lohnend ist es auch, einen Blick in den Energieatlas Bayern zu werfen. Hier wird der Weg zur eigenen Anlage Schritt für Schritt erklärt, und es stehen zahlreiche umfangreiche Publikationen zum Download bereit: 
PV-Info Energieatlas Bayern
fotolia
Montage einer PV-Anlage
Montage einer PV-Anlage
© fotolia
Montage einer PV-Anlage

Und auch Sie Seite co2online.de möchten wir Ihnen ans Herz legen: Hier können Sie zum Beispiel einen "5-Minuten Solardach-Check" für Ihr Hausdach machen. Außerdem finden Sie Infos zu Förderprogramm für PV:
PV-Info von co2online.de

Das Solarkataster für das Oberallgäu

Ist mein Hausdach für eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung oder Solarthermie geeignet?

Antworten darauf gibt das Solarpotenzialkataster für den Landkreis Oberallgäu. Ein südausgerichtetes Dach ist heute jedenfalls keine Grundvoraussetzung mehr!

Das Solarkataster zeigt für jedes Gebäude im Landkreis, wie geeignet es für die Installation einer PV- oder Solarthermieanlage ist. Sie können das Dach Ihres Hauses identifizieren und mit der Software online eine eigene PV-Anlage grafisch einfügen und detailliert konfigurieren. Sie erfahren dabei, welchen Anteil des erzeugten Solarstroms Sie selber nutzen können. Dabei wird berücksichtigt, zu welcher Tageszeit Sie ihren Strom hauptsächlich nutzen.
Auch wie sich ein Batteriespeicher auswirkt und vor allem welchen wirtschaftlichen Nutzen Sie erwarten können ist Teil der kostenlosen und unabhängigen Analyse.

Bitte beachten Sie, dass die Analyseergebnisse des Solarpotenzialkatasters auf einem automatisierten Verfahren basieren. Die Ergebnisse dienen Ihrer ersten Information, sie ersetzen aber nicht die Fachberatung durch einen qualifizierten Installateur und erfolgen ohne Gewähr.
Kartendarstellung aus dem Solarkataster
Kartendarstellung aus dem Solarkataster
Kartendarstellung aus dem Solarkataster




Infos für Besitzer von "Alt-Anlagen" in der "Volleinspeisung"

Sie gehören zu den vorausschauenden Betreibern einer Solaranlage mit hoher Einspeisevergütung aus den Anfangsjahren des EEG?

20 Jahre nach Inbetriebnahme läuft die Einspeisevergütung aus und bislang ist davon auszugehen, dass dann wenig mehr als der Börsenstrompreis von 3,5 bis 4 Cent/kWh erzielt werden kann.

Welche Möglichkeiten bieten sich schon heute?
  • Verbrauchen Sie den Strom selbst. Mit einigen Anpassungen wird Ihre Anlage umgestellt und Sie haben jede Menge Energie im Haushalt bzw. im Betrieb zur Verfügung.
  • Mit einem Energiemanagementsystem lassen sich Geräte gezielt dann betreiben, wenn gerade Sonnenstrom vom Dach verfügbar ist.
  • Mit einem Batteriespeicher können Sie den eigenen Strom auch abends oder bei schlechtem Wetter nutzen.
  • Mit einem Elektroauto tanken Sie bei sich zuhause, selbst erzeugte Energie.
  • Eine Öl- oder Gasheizung ist schlecht fürs Klima. Ein Energieberater berät Sie, zu sinnvollen Neuerungen, die teilweise auf Strom basieren können.
Steuer
Über 300 Gäste besuchten die AÜW-Veranstaltung zum Thema EEG-Anlagen, Mai 2019
Über 300 Gäste besuchten die AÜW-Veranstaltung zum Thema EEG-Anlagen, Mai 2019
© Steuer
Über 300 Gäste besuchten die AÜW-Veranstaltung zum Thema EEG-Anlagen, Mai 2019

Welche Möglichkeiten bieten sich in Zukunft?

Viele Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an Ideen, wie Strom regional vermarktet werden könnte. Damit ließen sich bessere Preise als an der Strombörse erzielen, so die Hoffnung.

Auch Akteure in der Region entwickeln hierfür Konzepte. Zu nennen sind beispielsweise:

Auf dem Balkon grünen Strom produzieren

Text von Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu, kurz eza!

Kleine Photovoltaikanlagen für Mieter


Während sich Hausbesitzer schon lange über gute Erträte ihrer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) freuen können, gab es für viele Mieter bislang noch keine Möglichkeit, Solarstrom zu nutzen. Doch auch sie können sich jetzt aktiv an der Enerbiewende beteiligen und die Kraft der Sonne nutzen - mit steckerfertigen Mini-Solaranlagen für den Balkon oder die Terrasse.
 
Die Geräte werden unter vielen Namen angebote: Mini-Solaranlage, micro-Solaranlage, plug in-Solaranlage, mini Solar-Generator, plug in Solar-Gerät, plugin PV-Anlage, um nur einige Beispiele zu nennen.
Rainer Moll
Flexible PV-Module können z.B. am Balkon angebracht oder an geeigneter Stelle aufgestellt werden
Flexible PV-Module können z.B. am Balkon angebracht oder an geeigneter Stelle aufgestellt werden
© Rainer Moll
Flexible PV-Module können z.B. am Balkon angebracht oder an geeigneter Stelle aufgestellt werden



Umgangssprachlich werden die Geräte häufig als Balkon-Solaranlagen bezeichnet. Ihr Vorteil: Sie lassen sich bei einem Umzug einfach abmontieren, können ohne großen Aufwand angeschlossen werden und sind vergleichsweise günstig.
So kostet eine Anlage mit rund 300 Watt Peak (Wp), die in unseren Breiten rund 330 Kilowattstunden Strom im Jahr liefert, rund 600 Euro. Davon lassen sich im Schnitt rund zwei Drittel des erzeugten Stroms selbst nutzen - für Dauerverbraucher wie Kühl- oder Gefrierschrank, Telefon oder Router, aber auch für Haushaltsgeräte, deren Betriebszeiten man selbst festlegen kann, wie Wasch - oder Geschirrspülmaschine. Bei einem Eigenverbrauch von von beispielsweise 200 Kilowattstunden sinken die jährlichen Stromkosten um rund 60 Euro.
Bedenkt man, dass die Mini-Solaranlage im Normalfall eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren besitzt und die Strompreise wohl weiter steigen werden, ergibt sich neben der CO2-Einsparung und dem guten Gefühl, einen Beitrag für die Energiewende zu leisten, auch ein eindeutiger finanzieller Vorteil.
Simon Steuer
Auch Wohnungsbesitzer können die Kraft der Sonne jetzt wirtschaftlich nutzen
Auch Wohnungsbesitzer können die Kraft der Sonne jetzt wirtschaftlich nutzen

Ein paar Dinge gibt es allerdings zu beachten. Wir eine Mini-PV-Anlage so montiert, dass sie das optische Erscheinungsbild der Fassade verändert, sollte der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Zudem sollte eine Elektrofachkraft die Wohnungsinstallation prüfen und gegebenfalls die Leistungsabsicherung von 16 auf 10 Ampere reduzieren. Andernfalls könnte es zu einer Überlastung des Leitungsnetzes kommen, wenn die PV-Anlage Strom ins Leitungsnetz der Wohnung einspeist. Für den sicheren Betrieb der Mini-PV-Anlage wird zudem die Installation einer speziellen Energiesteckdose durch einen Elektrofachmann empfohlen. 
Außerdem muss die Anlage bei der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber angemeldet werden. Die Netzbetreiber in der Region verwenden dafür ein bayernweit einheitliches Formular.
Ist nur ein normaler Zähler vorhanden, muss er gegen einen Zähler mit Rücklaufsperre ausgetauscht werden. Falls einmal mehr Strom produziert als verbraucht wird, würde sich ein "normaler" Zähler rückwärts drehen. Letzteres muss aus rechtlichen Gründen verhindert werden. Nachdem die Energieversorger in der Region an einer dezentralen und grünen Energiewende mitarbeiten und diese unterstützen, übernehmen sie kulanterweise die Kosten für einen eventuellen Zählertausch.
Um Interessenten bei ihrer Kaufentscheidung eine Hilfe an die Hand zu geben, hat die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) als unabhängige Einrichtung eine Übersicht über Anlagen erstellt, die empfohlen werden können (www.pvplug.de). Hier finden sich auch wichtige Hinweise über die Sicherheitsstandards, die beim Betrieb von Mini-PV-Anlagen eingehalten werden sollten.

Klimaschutz mit Solarstrom in Unternehmen

Am Thema Klimaschutz kommt heute kein Unternehmen mehr vorbei. Und oft sprechen nicht nur Umweltschutzgründe sondern auch wirtschaftliche Überlegungen dafür, Maßnahmen zur Energieeffizienz zu ergreifen und/oder eigenen Strom zu produzieren.
Der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten geben Unternehmerinnen und Unternehmern in einer neuen Broschüre einen Überblick über gute Beispiele für selbst erzeugten Solarstrom in Unternehmen aus der Region und informieren über Beratungsmöglichkeiten.

Die Broschüre liegt im Landratsamt aus und kann kostenfrei bei der Koordinationsstelle Klimaschutz angefordert werden. 
Außerdem stellen wir die Broschüre hier als Download zur Verfügung:


Titelseite der Broschüre Solarstrom in Unternehmen
Titelseite der Broschüre Solarstrom in Unternehmen



Es ist nie zu früh!
Werde noch heute Allgäuer Klima-Bürger



Das Wissen um den Klimawandel und den Klimaschutz ist gerade für die nachfolgenden Generationen von herausragender Bedeutung.

Berichte uns von Deinem Engagement und Deinem Beitrag zum Klimaschutz.