Deine Heizung braucht Dich!

Klimafreundlich Heizen und Sanieren

 

Infos zu erneuerbarer Wärme fürs Haus und Fördermitteln 


Hallo!

Ich bin´s, Deine Heizung. Ich möchte bald in den Ruhestand gehen. Warme Luft habe ich allmählich genug produziert.
Komm, wir informieren uns darüber, wie es weitergehen kann. Und zwar nicht nur mit mir, sondern auch dem Rest des Hauses.

Nun ist der ideale Zeitpunkt, anzupacken und das Haus energetisch auf Vordermann zu bringen. Denn es gibt hohe Fördersummen für nachhaltige und klimafreundliche Sanierungsmaßnahmen.

Das schauen wir uns doch einfach mal an.

Vielen Dank für´s Mitmachen!
Deine Heizung


Postkarte Deine Heizung
Postkarte Deine Heizung

Die neue Bundesförderung für Effiziente Gebäude (BEG)


Nie gab es so attraktive Förderungen für energieeffizientes Heizen und Sanieren!

Seit 2021 werden die Förderprogramme für Sanierungs-maßnahmen und Energieeinsparung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in der BEG gebündelt. 

Die drei Teilprogramme der BEG:

BEG Wohngebäude (BEG WG): Neubau und Sanierung zu
   Effizienzhäusern
BEG Nichtwohngebäude (BEG NWG): Neubau und Sanierung
   zu Effizienzgebäuden
BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM): Sanierungsmaßnahmen in
   Wohn- und Nichtwohngebäuden

Bei den Programmen haben Sie jeweils die Wahl zwischen einem Steuerbonus beim Finanzamt oder dem Abruf von Fördermitteln in Form von zinsvergünstigten Krediten oder Zuschüssen. Letztere werden über die KfW oder das BAFA abgewickelt.

Achtung: Vor der Auftragsvergabe muss immer zuerst der
Förderantrag gestellt werden und bewilligt sein!

Und nicht vergessen:
Vorab alle Maßnahmen unbedingt mit einem unabhängigen Experten planen! Fachleute finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de.

Die Fördersummen sind hochattraktiv. Je höher der  angestrebte Energiestandard, umso mehr Geld gibt es vom  Staat: So ist bei der Sanierung zu einem Effizienzhaus im besten Fall eine Förderung von bis zu 55% möglich, beim Einbau eines neuen klimafreundlichen Heizsystems als 
Einzelmaßnahme können Sie von Förderungen bis zu 45 % profitieren!
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Titelseite Flyer Heizen und Sanieren 2021
Titelseite Flyer Heizen und Sanieren 2021
Titelseite Flyer Heizen und Sanieren 2021

Detaillierte Informationen zu Höhe und Abwicklung der Förderungen gibt es unter:
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www.bafa.de (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
www.kfw.de (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
www.bmwi.de (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Infoflyer Heizen & Sanieren des Landkreises OA

Der Heizrechner


Heizsysteme einfach vergleichen

Die Entscheidung über das Heizsystem für ein Haus ist eine kostenintensive und langfristige Investition, die nur umfassend informiert getroffen werden sollte.
Der neue Heizrechner hilft Ihnen dabei: Er bietet Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Heizsysteme und mit wenigen Eingaben können Sie jeweils zwei Systeme hinsichtlich ihrer Kosten und Treibhausgas-Emissionen vergleichen.
Die Bedienung des Rechners ist unkompliziert und selbsterklärend - bitte einfach ausprobieren, weiter empfehlen und Probleme gerne an uns rückmelden:

Der Heizrechner wurde ursprünglich vom Energieinstitut Vorarlberg entwickelt und nun ganz neu vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) für Deutschland angepasst.
Der Heizrechner ist auf der Website von eza! verfügbar.


Heizrechner des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!)
Heizrechner des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!)

Geothermienutzung im Oberallgäu


Saubere Energie aus der Erde

Die Nutzung von Erdwärme (Geothermie) ist im Oberallgäu eine echte Alternative zum klimaschädlichen Heizen mit Öl oder Gas. Unser Landkreis ist für die Nutzung von Geothermie sehr gut geeignet.
Mit Hilfe von Erdwärmepumpen oder -sonden und einer strombetriebenen Wärmepumpe wird die Wärme aus dem Erdinneren zum Beheizen eines Gebäudes genutzt. Anders als beim Heizen mit Öl, Gas oder auch Holz findet hier kein klimaschädlicher Verbrennungsprozess mehr statt. Der für den Betrieb der Wärmepumpe erforderliche Strom sollte im Idealfall mit der eigenen Photovoltaikanalge erzeugt werden.

Die nebenstehende Abbildung zeigt in grüner Farbe die Gebiete im Oberallgäu, die für die Nutzung von Geothermie in Frage kommen.

Für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema Geothermie empfehlen wir den Energieatlas Bayern. Hier finden Sie viele prägnante und hilfreiche Informationen und können mit einem Standortcheck überprüfen, wie gut Ihr Grundstück für diese Energieform geeignet ist:
Standortcheck Geothermie Energieatlas Bayern (externer Link)

Die Bohrung für eine Erdwärmesonde wird vorbereitet. Bild: Simon Steuer
Die Bohrung für eine Erdwärmesonde wird vorbereitet. Bild: Simon Steuer
Die Bohrung für eine Erdwärmesonde wird vorbereitet. Bild: Simon Steuer

Thorsten Metke
Geothermieeignung im Landkreis Oberallgäu. Datengrundlage Energieatlas Bayern
Geothermieeignung im Landkreis Oberallgäu. Datengrundlage Energieatlas Bayern
© Thorsten Metke
Geothermieeignung im Landkreis Oberallgäu. Datengrundlage Energieatlas Bayern

Legende zur Karte Geothermieeignung im Oberallgäu
Legende zur Karte Geothermieeignung im Oberallgäu

Womit soll ich heizen?


Die Vor- und Nachteile verschiedener Energieträger im Überblick

Alle Angaben beziehen sich primär auf Heizungserneuerungen in bestehenden Gebäuden. Im Neubau sind ausschließlich erneuerbare Energiesysteme zu empfehlen. Ab 2021 werden fossile Energieträger, die CO2 verursachen, zusätzlich besteuert: Höchste Zeit also, sich über Klimaschutz im Heizungskeller Gedanken zu machen!

Erstberatungen in der Energieberatungsstelle, aber auch zuhause sind kostenfrei bzw. kosten maximal 30 Euro Selbstbehalt.
eza_solarzellen
eza_solarzellen
Strom

Direkt mit Strom heizen alte Nacht-speicheröfen oder auch elektrische "Heizdecken" im Boden oder den Wänden. Infrarotheizung ist eine häufige Bezeichnung beim Heizen mit Strom. Fachlich ist das nicht ganz korrekt, da das auf alle Heizungen zutrifft.
ABER: Strom ist die teuerste Energiequelle, daher nur in extrem gut gedämmten Häusern sinnvoll.
SINNVOLLER ist z.B. ein Heizstab, der überschüssigen Photovoltaik-Strom im Wasserspeicher als Wärme speichert.
Sonnuntergang Untermaiselstein
Sonnuntergang Untermaiselstein
Luft

Heizen mit Wärme aus der Umgebungsluft funktioniert mit einer Wärmepumpe auch im Allgäu ganzjährig. Die Anlage ist platzsparend, sauber und riecht nicht.
ABER: Die Stromkosten sind höher als bei Erdwärmepumpen und können bei Altbauten problematisch sein. Auch Schall ist ein Thema, das bedacht werden muss.
SINNVOLL ist eine sehr gute Planung! Sinnvoll ist es auch, selbst erzeugten Strom oder einen speziellen Stromtarif für Wärmepumpen zu nutzen.
Wasserfall Bärgündletal
Wasserfall Bärgündletal
Wasser und Erde

Wärmepumpen im Erdreich, gerne auch im Grundwasser, sind meist die klimafreundlichsten Heizsysteme. Sie sind eine langfristige Investition und werden massiv gefördert.
ABER: Nachträglich ist eine Bohrung oder ein Erdwärmekorb schwierig einzubringen.
SINNVOLL ist ein erfahrener Fachplaner, der Versicherung, Abwicklung und Fördermittel gleichzeitig im Blick hat.
Holz
Holz
Holz

Holz, Hackschnitzel oder Pellets - damit ersetzen Sie problemlos Ihre alte Ölheizung. Neue Pelletsheizkessel sind nahezu genauso zu bedienen und haben sich bewährt. Scheitholz-Anlagen müssen zwar von Hand befüllt werden, dafür ist Scheitholz der preisstabilste Energieträger und klimaneutral.
ABER sinnvoll ist immer ein großer Pufferspeicher, um den Brennprozess zu Ende laufen zu lassen. Wartung ist aufgrund des Staubanfalls wichtig.
Hubert Fischer
Solarthermie und Photovoltaik auf einem Dach
Solarthermie und Photovoltaik auf einem Dach
© Hubert Fischer
Solar-thermie

Mithilfe von Sonnenkollektoren ein anderes Heizsystem zu unterstützen ist sinnvoll, da sich dadurch die Lebensdauer erhöht. Sonnenkollektoren sind besonders ressourcenschonend (Plastik, Kupfer, Glas) und können gut recycled werden.
ABER: Die Wärme ist im Sommer oft überflüssig.
SINNVOLL ist es abzuwägen, ob evtl. die Stromerzeugung auf dem Dach günstiger ist. Denn Strom ist vielseitiger einsetzbar, bei Bedarf auch für Wärme im Heizkessel.
Sonthofen
Heizkraftwerk Sonthofen
Fern-wärme

In Ihrer Nähe gibt es eine Orts-/Markt-/ Nah- oder Fernwärme? Das bezeichnet alles dasselbe und bedeutet für Sie, dass Sie zwar Geld in den Anschluss und fixe Abnahmekosten investieren, dafür benötigen Sie kaum Platz im Haus und haben praktisch nie Scherereien mit der Heizung. Meist sind die verwendeten Energieträger nachwachsend oder aus Abfallstoffen. Fördermittel sind ggf. möglich.
Luft
Luft
Erdgas

Erdgasthermen sind  platzsparend. Gut geplant sind sie sehr wirtschaftlich, vorausgesetzt ein Gasanschluss ist einfach herzustellen. Nur bei Verwendung von Biogas trägt dieser Energieträger zum Klimaschutz bei, ansonsten ist Erdgas unwesentlich besser als Erdöl.
ABER: Ggf. ist eine Kaminsanierung notwendig. 
SINNVOLL ist, mit guter Planung die Ausnutzung des Brennwerteffekts sicher zu stellen.
Josep Curto
Alte Heizung, shutterstock.com_ID 321901601_Josep Curto
Alte Heizung, shutterstock.com_ID 321901601_Josep Curto
© Josep Curto
Heizöl

Beim Einbau einer neuen Heizung sollte schon aus Klimaschutzgründen auf Erdöl verzichtet werden. Schwankende Rohstoffpreise und der Geruch sind lästig. Meist sind eine Kaminsanierung und eine ausreichende Dimensionierung der Heizflächen notwendig um den Brennwerteffekt nutzen zu können.
SINNVOLL ist auch hier eine gute Planung, um den Brennwerteffekt tatsächlich zu nutzen.

Das "Energie-Quiz"


Testen Sie Ihr Wissen rund um Energie und Wärme

Für die zurückliegenden Themenwochen Wärme im November 2021 hat das Team Energiewende Bayern ein "Energie-Quiz" entwickelt, mit dem jedermann und jedefrau sein und ihr Wissen rund um Energie, Energieformen, Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch testen kann.

Probieren Sie es aus - wie fit sind Sie in Sachen Energie?

zum Energiequiz (PDF)
Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft
Energie-Quiz
Energie-Quiz
© Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft

Themen-Kalender "Wärme"

 

Zehn Kalenderblätter für zehn Tage: Fakten, Tipps und Nützliches rund ums Heizen und Energiesparen

Es im Winter wohlig warm zu haben und trotzdem Energiekosten zu senken, schließt sich nicht aus. Auch Zuhause in den eigenen vier Wänden lässt sich beim Heizen Energiesparen – was nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch gut für unser Klima ist.
Wie es gelingt, klimaneutral zu heizen und wie sich geschickt Energie einsparen lässt, zeigen die Landesagentur für Klimaschutz (LENK) und das Ökoenergie-Institut Bayern mit vielen Tipps und Praxisbeispielen mit dem Themen-Kalender Wärme auf.

Neben Wissenswertem für Privathaushalte rund um Brennstoffe, Lüftung und zur richtigen Heizungsanlage gibt es Infos zu Förderungen für Sanierungen und Neubauten. Zusätzlich dazu können sich auch Kommunen schlau machen, wenn es um nachhaltige Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien wie Biomasse, Geothermie oder Solarthermie geht.


Ölheizungen sind eine Technik aus dem letzten Jahrtausend.  Heute gibt es viele saubere und klimafreundliche Alternativen zu heizen und sich dabei unabhängig von den Preissteigerungen fossiler Brennstoffe zu machen
Ölheizungen sind eine Technik aus dem letzten Jahrtausend. Heute gibt es viele saubere und klimafreundliche Alternativen zu heizen und sich dabei unabhängig von den Preissteigerungen fossiler Brennstoffe zu machen

Es ist nie zu früh!
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Das Wissen um den Klimawandel und den Klimaschutz ist gerade für die nachfolgenden Generationen von herausragender Bedeutung.

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